von Christian Spandau
Letzter Spieltag der 3. Bundesliga Nord Staffel 2 auf der Anlage des TSV
Salzgitter
Meisterfoto des TSV Salzgitter
Am Sonntag
fand beim Tabellenführer aus Salzgitter der letzte Spieltag auf dem System
Eternit statt. Bis auf Künsebeck nutzten die anderen Teams bereits im Vorfeld
das Harz-Heide-Pokalturnier, um sich mit den Bahnen vertraut zu machen und ein
Training unter Turnierbedingungen zu absolvieren. In diesem Jahr ist erstmals
auch ein Hochteller auf der Anlage zu finden. Das Netz musste dafür weichen.
Unbekannt ist der Hochteller im MVBN nicht, denn in Cuxhaven und Diepholz
findet man den gleichen, da alle vom selben Erbauer kommen.
Am
Samstagmorgen fanden sich dann bei warmen sommerlichen Temperaturen alle
Mannschaften ein, um ihre Runden zu drehen und die ersten Sprüche wurde auch
schon laut, ob man Sonntag überhaupt zum Spielen kommen würde, denn die
Prognosen sahen nicht sehr gut aus. Ein Blick auf die Tabelle zeigte, dass den
Hausherren die Meisterschaft nur noch theoretisch zu nehmen war. 8 Punkte
Vorsprung und gut 90 Schläge, das sollte reichen. Um die beiden Treppchenplätze
Silber und Bronze kämpften Kassel und Künsebeck, wobei Kassel noch 2 Punkte
vorn lag und am Ende des Feldes ging es für Goslar und Bad Nenndorf um die Wurst.
Beide Teams hatten nur 4 Punkte auf dem Konto.
Sonntagmorgen
wurde das Einspielen durch den angekündigten Regen unterbrochen und als
Christian Spandau die Teilnehmer um kurz vor 9 Uhr begrüßte, war an einen Start
noch nicht zu denken. Was macht man dann in der heutigen Zeit? Man studiert die
entsprechenden Wetterdienste ;-) Gegen 11 Uhr sollte man ein Fenster für 2
Stunden bekommen. Um 9.35 Uhr war es dann aber schon so weit. Der Regen hörte
auf und es wurde gemeinsam der Platz abgezogen und Paarung 1 ging auf die
Runde. Man merkte schnell, dass die Temperaturen doch etwas kühler waren, und
so hatten doch einige diese Tatsache unterschätzt und das Ballmaterial zu kalt.
Diesen Umstand sieht man immer gut an der Startbahn, den Pyramiden, wenn die
Bälle unterlaufen.
Salzgitter
gilt als nicht allzu schwere Anlage, zumindest für Spieler der überregionalen
Ligen und so wurde auch gleich 2x die Farbe blau an der Tafel benötigt. Frank
Grunert und Volker Wesselmäcking vom TSV zeichneten so ihr Protokoll ab. Nach
Durchgang 1 lagen die Hausherren schon mit Abstand vor. 109 Schläge bedeuteten
12 Schläge Vorsprung auf Goslar, welche sich etwas überraschend an 2. Stelle
wiederfanden. Das Training hatte sich wohl gelohnt. Mit 128 & 129 Schlägen,
was einen roten Schnitt bedeutet, konnte man durchaus sagen, dass Künsebeck und
Kassel den Start verschliefen, und Bad Nenndorf hatte sich wohl in den
unzähligen Trainingsrunden am Samstag schon etwas verausgabt. Es waren 12!!!
wurde mir erzählt. Auch die Durchgänge 2 und 3 brachte kaum Änderungen an der
Tafel. Salzgitter mit 110 und 109er Passen spielten ihr Programm locker
herunter und Goslar versuchte sich auf Platz 2 festzusetzen was mit Runden von
119 und 114 Schlägen auch gut gelang. Die Tigers und Kassel spielten beide
Durchgänge in Summe gleich, sodass die Mannen um Christoph Biermann mit einem
Schlag Vorsprung in die letzte Runde gehen sollten. Aber was war mit den
Nenndorfern los? 132 Schläge in Durchgang 2 waren schon der fast sichere Abstieg.
Ein Aufbäumen mit 115 Schlägen in Runde 3 folgte zum Abschluss, ich darf es
vorwegnehmen, eine 127er Runde. Mit 506 Schlägen und einem Schnitt von 25,3
kann man in Salzgitter keine Punkte erwarten.
Der TSV
Salzgitter spielte zum Abschluss noch einmal eine starke 105er Runde und siegte
mit einem Schnitt von 21,65. Damit konnte man vier von fünf Spieltagen
siegreich beenden. Aber wie ging der Kampf um das Treppchen aus? Goslar ließ
sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Die 6 Punkte wollte man haben und
man sicherte sie sich mit 110 Schlägen zu gesamt 464 Schlägen was einen Schnitt
von 23,2 bedeutete. Spannend wurde es noch einmal bei den letzten drei Spielern
der Teams aus Kassel und Künsebeck. Die Spieler der Tigers schauten immer wieder
zu Markus Gerlach herüber, der Blau auf dem Schläger hatte und nach einem Ass
an der 17 (Stumpfe Kegel) folgte auch das Ass am Vulkan. Mit dieser 19er Runde
brachte er seine Mitspieler auf die Siegerstraße und am Ende waren es nur 3
Schläge Vorsprung auf Kassel/Vellmar. Nicht unerwähnt soll auch die 19er Runde
von Christoph Biermann in Runde 2 bleiben.
Damit war
auch der letzte Spieltag geschrieben und die Wolken zogen langsam auf. Ein
Blick auf das Wetterradar zeigte, dass es über und unter Salzgitter den ganzen
Tag geregnet hatte. Nur bei uns halt nicht J. Schnell ging man zur Siegerehrung
über, die Ligenleiter Christian Spandau durchführte. In seinen Worten dankte er
den Mannschaften für das faire und nette Miteinander bei allen Spieltagen. Es
hat Spaß gemacht in dieser Staffel.
Die Wimpel
wurden überreicht und die Spieler bekamen ihre Medaillen ausgehändigt. Der TSV
Salzgitter wird in Bad Münder versuchen, einen der beiden Plätze in die 2.
Bundesliga Nord zu erringen, wenn es am 01. & 02. Oktober gegen die
Mannschaften aus Wolfsburg und Büttgen geht. Einen der Beiden wird man
versuchen hinter sich zu lassen. Dem BGC Bad Nenndorf wird vielleicht auch der
Weg in den Landesspielbetrieb erspart bleiben wenn es nicht genug aufstiegswillige
Mannschaften in den einzelnen Bundesländern gibt. Wir drücken mal die Daumen.
Am Ende dann
noch die besten Ergebnisse des Tages.
Christoph
Biermann und Frank Grunert spielten mit 85 Schlägen Tagesbestleistung, gefolgt
vom Schreiber dieser Zeilen, Christian Spandau, der einen Schlag mehr
benötigte.