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Harth in seinen drei Elementen
Junger Bahnengolfer aus Broistedt bereits in D2-Sichtungskader für Nachwuchs berufen worden
Von Benjamin Straub
LEBENSTEDT. "Mir gefällt einfach das komplette Paket", erklärt Bastian Harth gleich zu Beginn des Gesprächs. Seitdem er mit acht Jahren im Urlaub auf einer hoteleigenen Minigolf-Bahn zum ersten Mal einen Minigolf-Schläger in die Hand nahm, ist sein Spaß an der Sportart ungebrochen.
"Egal ob Beton, Eternit oder Filz, man braucht jedesmal eine andere Technik. Verschiedene Bälle, Schläge oder wie man sich hinstellen muss und das richtige Gefühl zu finden. Das fand ich sehr interessant", erklärt der 14-Jährige. Nachdem er an der Neißestraße einige Male privat gespielt hatte, fragte man ihn, ob er nicht Lust hätte, im Verein mitzumachen. Und er hatte Lust.
Beim TSV Salzgitter spielt er nun schon seit knapp sechs Jahren und trainiert mindestens zweimal die Woche. In diesen Jahren kamen schon einige Titel oder Vize-Titel für Bastian zusammen. Unter anderem wurde er in seinem ersten Jahr beim TSV, mit dem Team Vizemeister bei den Deutschen Meisterschaften.

Seitdem bestreitet der Schüler der achten Klasse der Willi-Frohwein-Realschule Wettkämpfe im gesamten Bundesgebiet. "Da kommt es schon mal vor, dass man 600 Kilometer zu einem Wettkampf fahren muss", erklärt der Achtklässler. "Wenn man eine Bahn nicht kennt, fährt man gelegentlich eine Woche früher in die Wettkampfstadt, um sich auf die Bahn einzustellen und trainieren zu können." 2007 war nun "das" Jahr für Bastian. Mit dem Team wurde er bei der DM in Mainz Vizemeister. "Wir haben leider mit einem Punkt verloren", fügt er an. Im Einzel lief es schon besser – Deutscher Vizemeister. Weiter wurde er für den Jugendländerpokal in Hannover nominiert und in der Schülerkategorie auf Eternit Zweiter. In seiner Lieblingskategorie Beton ist er Dritter.
Auch in den D2 Sichtungskader für Nachwuchs ist er berufen worden. Schon seit längerer Zeit wurde kein Spieler in seinem Alter mehr für diesen Kader nominiert. Landesmeister wurde er sogar schon dreimal. Auf Eternit, Beton und Filz.
Nach diesen Erfolgen kam er beim TSV Salzgitter in die erste Mannschaft, darf aber noch keine Punktspiele bestreiten, da man an überregionale Partien erst ab 16 Jahren teilnehmen darf. "Es wird gerade eine Sondergenehmigung verhandelt, da einfach zu wenig Leute im Team sind", erklärt der 14-Jährige.
Sein größtes Vorbild ist der amerikanische Golfprofi Tiger Woods. "Der spielt zwar richtiges Golf, aber zu dem schaut man natürlich auf. Ich sehe mir das gern im Fernseher an", erklärt der bekennende Ärzte-Fan. Selber Golf gespielt hat er bisher allerdings noch nicht. "Das ist leider ziemlich teuer. Ich werde es aber garantiert noch ausprobieren."
Bis dahin macht er erstmal weiterhin die Minigolf-Bahnen unsicher. In diesem Jahr möchte er neben einer Top-drei-Platzierung bei den Deutschen Meisterschaften auch versuchen, für den Jugendländerpokal nominiert zu werden.
Für den MVBN spielten weiter: Christian Roselieb (225), Manuel Galuba (235) beide MGC Göttingen, Jasmin Ehm (246/BGC Celle) und Anke Willenbockel (221/MGC Peine). Willenbockel sorgte für eine weitere Überraschung. Sie platzierte sich bei der weibl .Jugend gleich hinter Lokalmatadorin Jasmin Astrid Uhl (216/MGC Kiel)
Überaus zufrieden zeigte ich Abteilungsleiter Christian Spandau: „Ich freue mich über den großen Zuspruch und dass mit 36 Vereinen sehr viele Vereine kamen. Die ersten Einnahmen in diesem Jahr sind für unsere kleine Abteilung sehr wichtig.“ Sein Dank galt aber auch den vielen Helfer aus den eigenen Reihen, vor allem Tanja und Hans-Peter Ohm, die sich mit ihm die Turnierleitung teilten. Während die meisten Beteiligten ihr Ergebnis schon mehr oder weniger abgehakt hatten war Spandau noch bis in den späten Abend mit dem erstellen der Ergebnisliste beschäftigt. Frei nach Hausmeister Krause: „Alles für das Minigolfen, alles für den Verein"